O Heiland, reiß die Himmel auf.

(Bearbeitung und Satz: Max Pöschl)

 

Als ob der Himmel geschlossen sein könnte? Sicher nicht! Gott will ja nichts anderes, als bei den Menschen zu wohnen! Der Himmel ist offen, er ist durchlässig, Gott ist nicht für sich, sondern für uns. Wir dagegen sperren den Himmel zu, genügen uns selber, haben keine Sehnsucht nach dem Himmel. Oft erscheint uns durch Erfahrungen und Tragödien der Himmel verschlossen.

„O Heiland, reiß die Himmel auf!“ Es ist ein gigantischer Klangteppich, den wir hören dürfen! Die Sehnsucht danach, sie bewegt uns alle, sie bringt uns nicht zur Ruhe! Wir sehnen uns danach, Gott zu begegnen. Was die Seele des Advents ausmacht, das ist eine tiefe, leidenschaftliche Sehnsucht, die uns mit Gott verbindet, die Sehnsucht nach einer Welt, in der Menschen in Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit leben können. Es ist die Sehnsucht nach der Welt, wie Gott sie gewollt hat, als er „am Anfang“ alles erschaffen hat.

Die Welt, in der wir leben aber ist nicht so – immer noch nicht! An viel zu vielen Orten schreit das Unrecht immer noch zum Himmel. Unrecht und Elend, an das wir uns nicht gewöhnen dürfen, auch wenn es Abend für Abend über unseren Fernseher flimmert. Dazu kommen die Ängste und die Unsicherheiten, mit denen uns das Corona-Virus konfrontiert.

Wir können nicht anders, als zu flehen:

„O Heiland, reiß die Himmel auf! Herab, herab, vom Himmel lauf. Reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.“

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