Tür Nummer 8 tut sich auf!

 

Heute feiert die Kirche eines der vielen Marienfeste. Es heißt: „Maria unbefleckte Empfängnis“. Das Festgeheimnis besagt und bekennt, dass Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins an frei war von jedem Makel, frei von Schuld und Sünde. Eben: „Unbefleckte Empfängnis.“ Maria ist voll der Gnade. Sie hat von Anfang an erfahren, was Erlösung bedeutet. So konnte Maria, die Erlöste, den Erlöser zur Welt bringen und damit der Erlösung der ganzen Schöpfung den Weg bereiten.

Zu diesem Festtag passt ein wunderbares Adventslied: „Maria durch ein Dornwald ging“. Max Pöschl und seine „Hausmusik“ haben es für uns gesungen.

Es ist wie ich finde eines der schönsten Marien- und Adventlieder. Dieses Lied spricht mit seinen Bildern vom Weg Mariens – und so auch des Menschen – durch die verwundete Welt und vom Wunder ihrer Verwandlung.

 

Dieser Dornwald, der da besungen wird, erinnert an die Erzählung der Vertreibung aus dem Paradies. Im Buch Genesis heißt es: „Unter Mühsal wirst du vom Ackerboden essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln lässt er dir wachsen...“ (Gen 3,17f) So schön unsere Welt ist, so sehr ist das Leben darin auch für viele wie in einem Dornwald: Schmerzend, leidvoll, bedrückend. Durch diesen Dornwald geht Maria, mit einem Kind unter ihrem Herzen. Da beginnen die Dornen, Rosen zu tragen. Wo Jesus ist, wo die Erlösung geschieht, da verwandelt sich alles, da beginnt zu blühen, was tot und verdorrt ist. Der Dornwald ist immer noch da: Aber er beginnt zu blühen. Mit und durch Jesus kann auch unser Leben inmitten der vielen Dornen, die Namen haben wie Krankheit, Not, Leid, Streit, blühen. Maria trägt das Leben und die Erlösung in den Dornwald des Lebens. Das kann sie, weil sie von Anfang an selber erlöst war.

 

Hören wir heute ganz bewusst dieses wunderbare Lied mit seinem Inhalt und überlegen wir, wo es vielleicht bei uns so manches Gestrüpp und einen Dornwald gibt, der aufblühen soll. Und bedenken wir auch: Jeder und jede von uns ist berufen, Christus zu den Menschen zu bringen –mit ihm Rosen blühen zu lassen!

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